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Häusliche Pflege – Was Sie beachten müssen

Viele Menschen übernehmen heute die häusliche Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen. Diese kann mit einigen Herausforderungen verbunden sein. Aus diesem Grund ist eine unabhängige Beratung, die kompetent über das Thema häusliche Pflege informiert, unerlässlich.

Warum häusliche Pflege?

Dass es im Pflegebereich an Fachkräften mangelt, hören Sie sicher nicht zum ersten Mal. Immer wieder wird in den Medien davon berichtet, dass es nicht genügend qualifizierte Pflegekräfte gibt. Jedoch ändert das nichts daran, dass immer mehr Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Diese Zahl wird nach aktuellen Prognosen in den nächsten Jahren durch den demographischen Wandel weiterhin ansteigen.

Hauptsächlich sind altersbedingte Krankheiten die Ursache dafür, dass alltägliche Aufgaben nicht mehr selbstständig erledigt werden können. Die Ursachen, die zu einer Pflegebedürftigkeit führen, sind vielfältig und erfordern unterschiedliche Strategien im Umgang mit den Betroffenen. So hat jemand, der aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl sitzt ganz andere Bedürfnisse, als jemand, der mit einer Krankheit diagnostiziert wurde, die im Verlauf dafür sorgt, dass zum Beispiel kognitive Fähigkeiten abnehmen und der Betroffene sich immer weniger an die einfachsten Dinge erinnern kann. Gerade bei Krankheiten wie Demenz ist es daher wichtig, dass Angehörige, die den Betroffenen zuhause versorgen und betreuen, eine ausführliche Beratung bekommen und nach Möglichkeit von ambulanten Pflegediensten oder anderen Einrichtungen unterstützt werden können.

Was Sie bei der häuslichen Pflege beachten müssen

Die häusliche Pflege durch Angehörige ist die häufigste Form der Pflege. Viele Angehörige fühlen sich verpflichtet, die Betreuung eines Bekannten zu übernehmen. Dabei haben nur die wenigsten Erfahrung im Umgang mit Pflegebedürftigen, sodass Sie sich häufig unsicher und überfordert fühlen.

Wenn ein Pflegebedürftiger durch Angehörige zuhause versorgt wird oder versorgt werden soll, gibt es einige Dinge zu beachten. Pflegekassen bieten Schulungen an, in denen Angehörige die wichtigsten Aufgaben lernen. Dazu gehören zum Beispiel die richtigen Handgriffe bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden des Pflegebedürftigen und was beim Verabreichen von Medikamenten beachtet werden muss. Zusätzlich sollen Angehörige im Rahmen dieser Kurse darüber informiert werden, welche Leistungen ihnen zustehen und was sie bei der Beantragung von Pflegeleistungen beachten müssen.

Antrag auf Pflegegrad für die häusliche Pflege stellen

Angehörige, die sich um einen pflegebedürftigen Verwandten kümmern, sind oft mit beruflichen und familiären Verpflichtungen ohnehin schon einer Doppelbelastung ausgesetzt. Wenn sie zusätzlich die Pflege übernehmen, übernehmen sie zusätzlich die Verantwortung für eine weitere Person. Die Pflege eines Angehörigen kann in einigen Fällen sehr viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen und ist generell mit einer körperlichen und emotionalen Belastung verbunden. Wie viel Zeit letztendlich mit der Pflege und Betreuung eines Angehörigen verbracht wird hängt stark von der Verfassung des Pflegebedürftigen ab.

Viele Angehörige entscheiden sich dafür, eine berufliche Auszeit zu nehmen, um sich auf die Pflege konzentrieren zu können. Den wenigsten ist jedoch bewusst, dass sie auch bei der häuslichen Pflege finanzielle Unterstützung und andere Formen der Entlastung durch die Pflegekassen bekommen können. Es lohnt sich also in jedem Fall, einen Antrag auf Pflegegrad zu stellen. Selbst wenn der Pflegebedürftige in den niedrigsten Pflegegrad eingestuft wird, besteht ein Anspruch auf Finanz- und Pflegesachleistungen. Um einen Pflegegrad zu beantragen, reicht es, ein formloses Schreiben an die Pflegekasse zu senden. Sobald dieses bei den Pflegekassen eingegangen ist, wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) beziehungsweise dem Unternehmen MEDICPROOF ein Gutachter bereitgestellt, der eine ausführliche Anamnese des Gesundheitszustandes des Pflegebedürftigen durchführt.

Auf Grundlage dieses Gutachtens wird ein Sacharbeiter dann entscheiden, in welchen der fünf Pflegegrade der Pflegebedürftige eingestuft wird. Der Gutachter evaluiert auch die Wohnumgebung und kann in seinem Gutachten zum Beispiel Empfehlungen für eventuelle Umbaumaßnahmen aussprechen, falls der Wohnraum aufgrund der körperlichen Einschränkungen des Pflegebedürftigen barrierefrei gestaltet werden muss. Dies kann zum Beispiel durch den Einbau von Rampen oder Treppenliften erreicht werden. Diese Umbaumaßnahmen können sehr kostspielig sein, je nach Pflegegrad jedoch teilweise von den Pflegekassen übernommen werden.

Dem Pflegebedürftigen soll durch diese Anpassung ermöglicht werden, seine eigene Selbstständigkeit solange wie möglich zu bewahren und die Zeiten, in denen Angehörige oder ambulante Pflegekräfte vor Ort sein müssen, so weit wie möglich zu reduzieren.

Doppelbelastung Beruf und Pflege

Die wenigsten Angehörigen, die sich um einen Pflegebedürftigen kümmern, können es sich erlauben, für längere Zeit von der Arbeit fernzubleiben, ohne dass dies Konsequenzen für die Karriere hat. Jedoch brauchen die meisten Betroffenen nicht nur am Nachmittag oder Abend Unterstützung. Im Extremfall muss der Pflegebedürftige 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche betreut werden. Gerade bei Demenzpatienten, die sich im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit befinden und keinen Platz in einem Pflegeheim erhalten haben, ist diese Vollzeitbetreuung eine Notwendigkeit.

Von den Pflegekassen kann für die Umsetzung der häuslichen Pflege ein sogenannter Entlastungsbetrag von den Pflegekassen beantragt werden. Dieser beträgt 125 Euro im Monat und muss zweckbezogen eingesetzt werden, zum Beispiel für Leistungen im Zusammenhang mit der Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, ambulanten Pflegediensten und sonstiger Unterstützung im Alltag.

Dr. Weigl und Partner – die Experten für häusliche Pflege

Durch fehlende Kapazitäten der Pflegekassen und einem spürbaren Mangel an kompetenten Pflegeberatern, ist es während der Pflegeschulungen für Angehörige oft nicht möglich, auf individuelle Fälle einzugehen und die Angehörigen auf den Umgang mit dem Pflegebedürftigen vorzubereiten. Zusätzlich finden diese Schulungen mit wenigen Ausnahmen in den Pflegestützpunkten oder anderen Räumlichkeiten statt. Jedoch ist es gerade bei der Pflege einer Person wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse des Pflegebedürftigen eingehen zu können und eine ausführliche Beratung im Umgang mit bestimmten Krankheitsbildern zu erhalten.

Dr. Weigl & Partner ist es wichtig, dass der Pflegebedürftige die Betreuung und Pflege erhält, die er benötigt. Um dies gewährleisten zu können, liegt uns sehr viel daran, Sie als Angehörigen so gründlich wie möglich mit allen Aufgaben, die auf sie zukommen, vertraut zu machen und Ihnen alle Handgriffe und Pflegemaßnahmen direkt am Pflegebedürftigen zu demonstrieren und mit Ihnen solange zu üben, bis Sie genügend Selbstvertrauen aufbauen, um diese Aufgaben selbstständig durchzuführen.

Ihr persönlicher Ansprechpartner für die häusliche Pflege

Sie bekommen von uns einen persönlichen Ansprechpartner an die Seite gestellt, der sich im Detail mit Ihrer Situation vertraut macht. Dieser kann sich schon vor dem Termin mit dem Gutachter einen genauen Überblick verschaffen und dafür sorgen, dass das Gutachten, auf dessen Grundlage die Einteilung in den Pflegegrad erfolgt, vollständig und fehlerfrei ist. Nur so kann gewährleistet werden, dass Sie am Ende die Leistungen und die Unterstützung erhalten, die Sie benötigen. Egal welche Fragen oder Probleme Sie haben, wir haben die Antwort und begleiten Sie durch diese schwierige und stressige Zeit.

Wenn Sie mehr über unsere Leistungen und Preise erfahren möchten, können Sie uns gerne anrufen oder eine Nachricht über unser Kontaktformular zukommen lassen. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!

Unser Team berät Sie gerne zum Thema häusliche Pflege

2020-04-24T15:02:10+02:00
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